


1. Mädesüss
ist die Pflanze, die dem Aspirin seinen Namen gab. Spirea ulmaria ist ihr lateinischer Name, wobei ulmaria auf die Ulmen-ähnlichen Blätter verweist. Ihr wohl wichtigster Wirkstoff ist die Salicylsäure die wiederum nach der Weide benannt ist, deren Rinde sie ebenfalls enthält und damit den Grundstoff des Aspirins (in einer leicht abgewandelten Form). Falls du jetzt vor lauter Querverweisen Kopfschmerzen gekriegt hast, könntest du dir einen Tee aus Mädesüss machen, das übrigens wirklich süss riecht – es wirkt nämlich, wie das Aspirin, schmerzstillend und diaphoretisch (Oberfläche öffnend) bei fieberhaften Erkrankungen.
Sammeln: An feuchten Standorten die Blüten oder die blühenden Spitzen der Stengel mit den letzten Blättern dran. (An sonnigen heissen Standorten ist sie wegen der Hitzewelle schon fast verblüht)


2. Dost
Oder wilder Majoran, ist eine sehr milde Heilpflanze. Ihr Haupteinsatzgebiet sind vor allem Atemwegserkrankungen bei Kindern. Eine Dostsalbe ist gut für wundgeputzte Schnupfnasen. Persönlich sammle ich den Dost vor allem für die Küche. Er gibt ein mildes aromatisches Küchenkraut ab, wie ein Hauch von Thymian und ein Hauch von Minze. Das ist sehr lecker zu Alp Ziger (nicht Schabziger) und anderen milden Frischkäsen oder gekochten oder gegrillten Gemüsen.
Sammeln: An Wegrändern und auf mageren Wiesen an sonnigen Standorten. Trocknet gut in kleinen Sträusschen aufgehängt.


3. Odermennig
Ein nicht so weit herum bekannter Klassiker der Pflanzenheilkunde, wirkt der Odermennig adstringierend und entzündungshemmend auf den gesamten Verdauungstrakt, von Mund bis Darm. Also z. B. bei Entzündungen der Mundschleimhaut oder leichtem Durchfall einsetzbar. Hauptverantwortliche für diese Wirkung sind die enthaltenen Rosaceae-Gerbstoffe.
Sammeln Blätter oder oberirdische Pflanzenteile (Nur Blätter sammeln ist schonender für den Bestand an Orten wo es nicht besonders viele Pflanzen gibt – Ich habe bisher in der Region Zürich eher wenig gefunden.)
Beratung und Behandlung mit Heilpflanzenrezepturen gibt es in Zürich Au und Stäfa bei Emanuel Haab, Praxis Wu Wei.
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