Scharbockskraut



Nur sammeln, wenn es noch nicht blüht. Nur eine Handvoll pro Tag pro Erwachsenen konsumieren. Das heisst jetzt wohl nur noch an schattigen, oder ein bisschen höher gelegenen Standorten sammelbar.
Scharbockskraut (=Skorbutkraut) wurde traditionell als eine der ersten essbaren Frischpflanzen nach dem Winter geschätzt. Sie enthält aber auch Schleimhautreizende Stoffe. Wenn man es nur als Vitamin C Quelle betrachtet, ist es dadurch in unserer Versorgungssituation ein bisschen unspannend geworden. Aus TCM Perspektive ist aber die Art von Schärfe die das Scharbockskraut mitbringt durchaus nicht nur ein Mangel. Im Frühjahr erwachen unsere Lebensgeister (unser yang) und wollen plötzlich viel ungestümer zirkulieren. Unser Stoffwechsel verändert sich und Blockaden die wir im Winter gar nicht bemerkt haben, können uns plötzlich müde machen oder Kopfschmerzen und Migräne verursachen. Etwas scharfe frische Pflanzen kombiniert mit insgesamt eher leichter Kost können dem entgegenwirken.
Bärlauch



Etwas bekannter ist natürlich der Bärlauch, den man, obwohl er sehr anders schmeckt auch in diese Kategorie stecken kann.
Gut ergänzen tun sie sich mit jungem Löwenzahn und jungen Brennesseln. (kein Bild)
Huflattich

Was man jetzt auch beobachten kann, ist blühender Huflattich. Wer später dessen Blätter sammeln möchte, sollte sich jetzt die Standorte der Blüten merken. Sind nämlich dann nur noch die Blätter sichtbar, gibt es ein hohes Verwechslungsrisiko.
Huflatticbblätter sind eine hervorragende Hustenarznei. Sie enthalten allerdings auch leberschädigende Pyrholizidinalkaloide. Damit sollte sich, wer sammelt auseinandersetzen. Für mich heisst es in der Praxis, dass ich auf andere Pflanzen ausweiche.
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